CO₂-Bilanz, Effizienz und Rolle in der Energiewende
Zwischen Effizienz und Kritik
Blockheizkraftwerke gelten als effiziente Lösung zur Energieversorgung – gleichzeitig stehen sie immer wieder in der Kritik, insbesondere wenn fossile Brennstoffe wie Erdgas zum Einsatz kommen. Vor dem Hintergrund der Energiewende stellt sich daher eine zentrale Frage: Wie klimafreundlich sind BHKW tatsächlich?
Die Antwort darauf ist differenzierter, als es auf den ersten Blick scheint. Denn die Klimabilanz eines Blockheizkraftwerks hängt nicht nur vom eingesetzten Brennstoff ab, sondern vor allem davon, wie effizient die erzeugte Energie genutzt wird.
In diesem Beitrag erhalten Sie eine fundierte Einordnung: von der CO₂-Bilanz über Effizienzvorteile bis hin zur Rolle von BHKW im zukünftigen Energiesystem.
Wie entsteht die CO₂-Bilanz eines BHKW?
Die Klimafreundlichkeit eines Blockheizkraftwerks wird in erster Linie durch den verwendeten Brennstoff bestimmt. Klassische Anlagen arbeiten häufig mit Erdgas, wodurch CO₂-Emissionen entstehen. Entscheidend ist jedoch, wie diese Emissionen im Verhältnis zur erzeugten Energie bewertet werden.
Ein wesentlicher Vorteil der Kraft-Wärme-Kopplung liegt darin, dass ein BHKW gleichzeitig Strom und Wärme erzeugt. Dadurch wird der eingesetzte Brennstoff deutlich effizienter genutzt als bei der getrennten Erzeugung.
Während in konventionellen Kraftwerken ein großer Teil der Energie als Abwärme verloren geht, wird diese im BHKW direkt vor Ort genutzt. Das reduziert den Gesamtenergiebedarf und damit auch die CO₂-Emissionen pro erzeugter Einheit Energie.
Effizienz als entscheidender Klimafaktor
Der größte ökologische Vorteil eines Blockheizkraftwerks liegt nicht im Brennstoff selbst, sondern im hohen Gesamtwirkungsgrad. Moderne Anlagen erreichen Wirkungsgrade von über 85 bis 90 Prozent.
- Zum Vergleich:
- Klassische Kraftwerke nutzen oft nur etwa 35 bis 45 Prozent der eingesetzten Energie für die Stromerzeugung
- Die restliche Energie geht größtenteils ungenutzt verloren
Durch die gleichzeitige Nutzung von Strom und Wärme kann ein BHKW deutlich mehr aus derselben Energiemenge herausholen. Das bedeutet konkret: Weniger Brennstoff wird benötigt, um denselben Energiebedarf zu decken.
Diese Effizienzsteigerung führt direkt zu einer Reduktion der CO₂-Emissionen im Vergleich zur getrennten Erzeugung.
BHKW im Vergleich zu anderen Energiesystemen
Eine realistische Bewertung der Klimafreundlichkeit ist nur im Vergleich möglich. Die folgende Darstellung verdeutlicht anschaulich, warum Blockheizkraftwerke in Bezug auf Effizienz und Klimabilanz deutlich besser abschneiden als die getrennte Erzeugung von Strom und Wärme.
Bei der konventionellen Energieversorgung wird Strom in einem zentralen Kraftwerk erzeugt, während die Wärme separat über einen Heizkessel bereitgestellt wird. Dabei entstehen erhebliche Verluste. Ausgehend von 100 Prozent eingesetzter Primärenergie gehen große Teile ungenutzt verloren. In der Grafik wird deutlich, dass rund 70 Prozent der Energie als Verlust verloren gehen, während nur ein vergleichsweise geringer Anteil tatsächlich beim Verbraucher ankommt.
Ein Blockheizkraftwerk arbeitet nach einem grundlegend anderen Prinzip. Es erzeugt Strom und Wärme gleichzeitig direkt am Ort des Verbrauchs. Dadurch wird die eingesetzte Energie deutlich effizienter genutzt. In der dargestellten Gegenüberstellung erreicht das BHKW eine Effizienz von etwa 87 Prozent, während die getrennte Erzeugung lediglich auf rund 55 Prozent kommt.
Auch beim Energieeinsatz zeigt sich ein klarer Unterschied. Während für die getrennte Versorgung rechnerisch 157 Prozent Energie benötigt werden, kommt das BHKW mit 100 Prozent aus, um denselben Bedarf zu decken. Das bedeutet, dass weniger Brennstoff eingesetzt werden muss, um die gleiche Energiemenge bereitzustellen.
Besonders deutlich wird der Vorteil bei den Verlusten. Während bei der konventionellen Erzeugung ein Großteil der Energie ungenutzt bleibt, liegen die Verluste beim BHKW nur bei etwa 13 Prozent. Der überwiegende Teil der eingesetzten Energie wird also tatsächlich in nutzbaren Strom und Wärme umgewandelt.
Diese Effizienz ist der zentrale Grund dafür, warum Blockheizkraftwerke trotz des Einsatzes fossiler Brennstoffe eine bessere CO₂-Bilanz aufweisen können als viele klassische Versorgungssysteme. Entscheidend ist nicht nur, womit Energie erzeugt wird, sondern wie effizient sie genutzt wird.
BHKW vs. konventionelle Strom- und Wärmeerzeugung
Im direkten Vergleich schneiden BHKW deutlich besser ab, da sie die eingesetzte Energie umfassender nutzen. Die Kombination aus Strom- und Wärmeerzeugung vermeidet doppelte Verluste und reduziert den Gesamtverbrauch.
BHKW vs. erneuerbare Energien
Im Vergleich zu rein erneuerbaren Energien wie Photovoltaik oder Windkraft haben BHKW einen klaren Nachteil: Sie verursachen Emissionen, solange fossile Brennstoffe eingesetzt werden.
Gleichzeitig erfüllen sie eine wichtige Funktion im Energiesystem. Während erneuerbare Energien stark von Wetter und Tageszeit abhängig sind, liefern BHKW planbar Energie und können Versorgungslücken ausgleichen.
BHKW vs. Wärmepumpen
Wärmepumpen gelten als besonders klimafreundlich, da sie Umweltenergie nutzen. Ihre Effizienz hängt jedoch stark von den Rahmenbedingungen ab, insbesondere von der Gebäudedämmung und der Verfügbarkeit von erneuerbarem Strom.
In vielen Bestandsgebäuden oder industriellen Anwendungen können BHKW daher eine sinnvollere oder ergänzende Lösung darstellen.
Der Einfluss des Brennstoffs: Erdgas, Biogas und Wasserstoff
Die Klimabilanz eines BHKW verändert sich deutlich mit dem eingesetzten Brennstoff. Erdgas stellt aktuell den Standard dar, verursacht jedoch CO₂-Emissionen. Biogas hingegen kann nahezu klimaneutral sein, da es aus organischen Reststoffen gewonnen wird. Auch Wasserstoff gewinnt zunehmend an Bedeutung, insbesondere im Hinblick auf zukünftige Energiekonzepte.
Viele moderne Blockheizkraftwerke sind bereits darauf ausgelegt, unterschiedliche Brennstoffe flexibel zu nutzen oder perspektivisch auf alternative Energieträger umgestellt zu werden. Dadurch lassen sich nicht nur heutige Anforderungen erfüllen, sondern auch zukünftige Entwicklungen in der Energieversorgung berücksichtigen.
Genau hier setzt A-TRON mit der Helios-Serie an. Die Anlagen sind für den Einsatz verschiedener Brennstoffe konzipiert und bieten Lösungen für unterschiedliche Anforderungen in Gewerbe, Industrie und kommunalen Anwendungen. Je nach Einsatzgebiet und energetischem Bedarf können die Systeme mit Erdgas, Biogas, Flüssiggas oder perspektivisch auch mit wasserstofffähigen Konzepten betrieben werden.
Durch diese Flexibilität lassen sich sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Ziele optimal miteinander verbinden. Betreiber profitieren von einer hohen Effizienz im laufenden Betrieb und behalten gleichzeitig die Möglichkeit, ihre Energieversorgung langfristig an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen.
Elektrische Leistung:
5 - 20 kW
Thermische Leistung:
18 - 44,6 kW
Gesamtwirkungsgrad:
102,2 %
Elektrische Leistung:
5 - 25 kW
Thermische Leistung:
18 - 50,3 kW
Gesamtwirkungsgrad:
99,7 %
Elektrische Leistung:
10 - 50 kW
Thermische Leistung:
55 - 101 kW
Gesamtwirkungsgrad:
102 %
Elektrische Leistung:
5 - 20 kW
Thermische Leistung:
20 - 48 kW
Gesamtwirkungsgrad:
107,7 %
Elektrische Leistung:
5 - 25 kW
Thermische Leistung:
20 - 55 kW
Gesamtwirkungsgrad:
105,9 %
Elektrische Leistung:
10 - 50 kW
Thermische Leistung:
62 - 109,5 kW
Gesamtwirkungsgrad:
106,2 %
Elektrische Leistung:
5 - 20 kW
Thermische Leistung:
18 - 44,6 kW
Gesamtwirkungsgrad:
102,2 %
Elektrische Leistung:
5 - 25 kW
Thermische Leistung:
18 - 50,3 kW
Gesamtwirkungsgrad:
99,7 %
Elektrische Leistung:
10 - 50 kW
Thermische Leistung:
55 - 101 kW
Gesamtwirkungsgrad:
102 %
Elektrische Leistung:
5 - 20 kW
Thermische Leistung:
20 - 48 kW
Gesamtwirkungsgrad:
107,7 %
Elektrische Leistung:
5 - 25 kW
Thermische Leistung:
20 - 55 kW
Gesamtwirkungsgrad:
105,9 %
Elektrische Leistung:
10 - 50 kW
Thermische Leistung:
62 - 109,5 kW
Gesamtwirkungsgrad:
106,2 %
Elektrische Leistung:
5 - 20 kW
Thermische Leistung:
17,4 - 43 kW
Gesamtwirkungsgrad:
105 %
Elektrische Leistung:
10 - 50 kW
Thermische Leistung:
55 - 101 kW
Gesamtwirkungsgrad:
102 %
Elektrische Leistung:
5 - 20 kW
Thermische Leistung:
19,3 - 46,3 kW
Gesamtwirkungsgrad:
110,5 %
Elektrische Leistung:
10 - 50 kW
Thermische Leistung:
62 - 109,5 kW
Gesamtwirkungsgrad:
106,2 %
Informieren Sie sich über die verfügbaren Systeme und finden Sie die passende Lösung für Ihren Anwendungsfall:
BHKW als Teil der Energiewende
Blockheizkraftwerke werden häufig als sogenannte Brückentechnologie bezeichnet. Sie verbinden bestehende Energiesysteme mit zukünftigen, klimaneutralen Lösungen.
- Ihre Stärken liegen insbesondere in:
- der hohen Effizienz
- der dezentralen Energieerzeugung
- der Versorgungssicherheit
- der Flexibilität im Betrieb
Gerade im Zusammenspiel mit erneuerbaren Energien können BHKW dazu beitragen, Schwankungen im Stromnetz auszugleichen und die Energieversorgung stabil zu halten.
Fazit: Klimafreundlich – unter den richtigen Bedingungen
Die Frage, ob Blockheizkraftwerke klimafreundlich sind, lässt sich nicht pauschal beantworten. Sie hängt von mehreren Faktoren ab, insbesondere vom eingesetzten Brennstoff und der tatsächlichen Nutzung der erzeugten Energie.
Fest steht jedoch: Im Vergleich zur klassischen, getrennten Erzeugung von Strom und Wärme bieten BHKW deutliche Vorteile in Bezug auf Effizienz und CO₂-Reduktion. Werden zusätzlich nachhaltige Brennstoffe eingesetzt, kann sich ihre Klimabilanz weiter verbessern.
Damit sind Blockheizkraftwerke kein Widerspruch zur Energiewende, sondern ein wichtiger Bestandteil auf dem Weg zu einer effizienteren und stabileren Energieversorgung.
Sie möchten mehr darüber erfahren, wie moderne Blockheizkraftwerke effizient und zukunftssicher eingesetzt werden können? Dann erhalten Sie hier einen umfassenden Überblick über Lösungen, Einsatzbereiche und Technologien von A-TRON.
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